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Gahlen

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Das Gahlener Denkmal ist an der Kirchstraße, der zentralen Hauptstraße des Dorfes, in einer starken Kurve gelegen. Die Parkanlage wurde an die Straßenführung angepasst. Der heutige Zugang zu der Gedenkstätte erfolgt über eine Rasenfläche die als Vorplatz dient. Ursprünglich führte ein geschotterter Pfad direkt auf das Denkmal zu. Über die historische Vegetation können keine Aussagen getroffen werden, da die Umgrenzung des Denkmals umgestaltet worden ist. Am 10. September 1922 ist die Gedenkstätte eingeweiht worden. 1953 wurde eine Erweiterung durch den Gemeinderat beschlossen. Es wurden zwei, das ursprüngliche Denkmal flankierende Mauern im antikisierenden opus vittatum Stil errichtet, in die sechs Marmorplatten eingelassen wurden, auf denen die Namen der Toten des zweiten 2. Weltkrieges eingraviert sind. Starke Verwitterungsschäden führten dazu, dass im Herbst 1976 die Gravuren auf den Gedenkplatten erneuert werden mussten. 2004 wurde Guido Löchteken beauftragt eine Bronzetafel mit den Namen der Gefallenen des 1. Weltkriegs anzufertigen. Um diese in das Denkmal zu integrieren, musste die ältere Steinplatte entfernt werden. Dabei kam die aus dem Baujahr 1922 stammende originale Tafel zum Vorschein. Im Oktober 2005 wurde diese Platte durch eine neue Granitplatte überdeckt, damit die neue Bronzeplatte fixiert werden konnte. Das heutige Zentrum des Denkmals bildet den ältesten Teil der Anlage. Es handelt sich um eine Kleinarchitektur die an einen Obelisken oder eine Pyramide erinnert. Beide Baukörper nehmen Bezug auf das alte Ägypten. Die sich nach Oben verjüngenden Steinpfeiler waren stets Symbol für die Verbindung zwischen Himmel und Erde. Sie wurden vornehmlich im Zusammenhang mit Grabbauten und Tempelanlagen errichtet. Seit dem 17. Jahrhundert war ihre zentrale Symbolhaftigkeit, das Zeichen des Sieges und herrschaftlichen Ruhmes. Die Symbolsprache von Pyramiden zielt in dieselbe Richtung. Als uralte Gebäude mit zeremoniellem Charakter, die als Stätten eines religiösen Totenkultes verwendet wurden und architektonische Meisterleistungen darstellen, fanden sie häufig Verwendung bei der Errichtung von Gedenkstätten für Krieger und Soldaten. Dieser aufgeladenen Grundform wurden frontal rechts und links jeweils Portiken vorgeblendet, die den Eindruck von Eingängen in eine Grabkammer vermitteln und einen Raum für die Gedenktafeln für die Toten des 1. Weltkrieges öffnen könnten. Der zum Platz ausgerichtete Portikus ist über zwei nachträglich ergänzte Stufen zu erreichen. Bekrönt wird der zentrale Portikus von einem nach heraldisch rechts gewandtem Adler, dessen Krallen oberhalb des Frieses aus Eichenlaub ruhen, welcher die Tafel einfasst. Rechts und links finden sich ähnliche Rahmungen allerdings aus Lorbeer. Die gesamte Architektur wirkt durch die antikisierende blockhafte Behandlung der Steine sehr massiv, wehrhaft und auratisch. Dieser Charakter wird durch die Ikonographie der verwendeten Bauelemente und Ornamente verstärkt. Bei der letzten Sanierung der Stätte 2022 wurde eine Zeitkapsel mit der Urkunde zur Errichtung des Denkmals aus dem Jahr 1922 gefunden.

Die Restaurierung des Denkmals wurde durch die Förderung „Heimatfonds NRW“ ermöglicht.

Innerhalb der Restaurierung wurden Änderungen nach der Ersterrichtung wieder auf den ehem. Stand gebracht. Es wurde z. B. die Bronzetafel (Verzeichnis der Verstorbenen) entfernt und die ursprüngliche Steinplatte nach einer Restaurierung wieder eingesetzt/sichtbar gemacht.

Sehenswürdigkeiten Details
Art der Sehenswürdigkeit Denkmal
Anschrift
Kirchstraße
46514 Schermbeck

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